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vom 03.02.2012
Sicherheitspolitik im
Fokus
Seedorf.
Die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) blickt
auf ihr 60-jähriges Bestehen zurück. 1952 in München als
Gesellschaft für Wehrkunde gegründet, ist sie die älteste
sicherheitspolitische Bildungsinstitution in der
Bundesrepublik. Dazu zählt die Anfang der 1960er Jahre
gegründete Sektion Bremervörde-Zeven. Sie bietet jährlich bis
zu acht Vortragsabende an, stets öffentlich und kostenlos,
zuletzt in der Fallschirmjäger-Kaserne in Seedorf.
Seit
sechs Jahrzehnten begleitet die GfW die Sicherheitspolitik
Deutschlands mit ihrer Informationsarbeit, um das
sicherheitspolitische Bewusstsein der Bevölkerung zu
schärfen.
Den Gründervätern
der GfW ging es vor allem darum, den Gedanken der
Wehrbereitschaft in der Gesellschaft zu verbreiten und damit
den Weg der Bundesrepublik in die westliche Staaten- und
Wertegemeinschaft unter Führung der Vereinigten Staaten zu
unterstützen.
„60 Jahre nach ihrer
Gründung ist angesichts andauernder Krisen und Konflikte in
der Welt der Bedarf an sicherheitspolitischer Informations-
und Bildungsarbeit zur Aufklärung und Meinungsbildung der
Bevölkerung ungebrochen“, urteilt die GfW in einem
Presseschreiben.
Inhaltlich
konzentriert sich die GfW heute vorrangig darauf,
Veränderungen des internationalen Sicherheitsumfeldes zu
vermitteln, neue Risiken und Bedrohungen zu benennen sowie
deren Zusammenhänge und Hintergründe zu erhellen. Angesichts
eines latenten „freundlichen Desinteresses“ der Bürger an
sicherheitspolitischen Themen, verfolgt die GfW weiterhin
das Ziel, die öffentliche Debatte über die Sicherheits- und
Verteidigungspolitik Deutschlands zu fördern. Außerdem will
sie den Bürgern den Wert von Sicherheitsvorsorge bewusst
machen.
Diese Aufgabe
erfüllt die GfW in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr sowie
ihren Kooperationspartnern, dem Verband der Reservisten, dem
Deutschen Bundeswehrverband, der Deutschen Gesellschaft für
Wehrtechnik und der Clausewitz-Gesellschaft.
Die GfW verfügt
bundesweit über eine Basisorganisation von rund 100
Sektionen. Diese veranstalten auf ehrenamtlicher Basis
jährlich über 2000 öffentliche Veranstaltungen, gefördert
und unterstützt von rund 7000 Mitgliedern, die zugleich als
sicherheitspolitische Multiplikatoren in die Öffentlichkeit
hineinwirken.
Die GfW-Sektion
Bremervörde/Zeven leistet seit über 50 Jahren
sicherheitspolitische Informationsarbeit. An ihren
Vortragsabenden bieten namhafte Referenten
Hintergrundinformationen zum sicherheitspolitischen
Tagesgeschehen für durchschnittlich 70 Vortragsgäste.
Darüber hinaus finden jährlich Informationsbesuche bei
Truppenteilen der Bundeswehr statt.
Die Veranstaltungen
der Sektion Bremervörde-Zeven finden entweder im
Kundenzentrum der EWE in Bremervörde, im
Materialwirtschaftszentrum Einsatz der Bundeswehr in
Hesedorf oder in der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf statt
– in Seedorf war zuletzt der Bundesvorsitzende des Deutschen
Bundeswehrverbandes, Oberst Kirsch, als Redner zu Gast. Der
Leiter der Sektion Bremervörde-Zeven, Oberstleutnant a.D.
Werner Hinrichs, hat im Jubiläumsjahr ein interessantes
Programm für sicherheitspolitisch interessierte Bürger der
Region zusammengestellt.
„Ägypten nach
Mubarak – Perspektiven und Probleme des Übergangs“ heißt es
am 15. Februar ab 19.30 Uhr in Bremervörde. Am 22. März wird
sich die GfW mit folgendem Thema befassen: „Gemeinsame
europäische Streitkräfte – politisches Luftschloss oder
realistisches Ziel?“
Ernst wird es auch
am 24. Mai: „Al Qaida 2009 bis 2012 – Strategische Planung
und militärische Taktiken“. Das Thema „Vernetzte Sicherheit
– vernetzte Sicherheitspolitik“ steht am 21. Juni im
Blickpunkt.
Im September plant
die GfW einen Informationsbesuch beim Einsatzgeschwader 2 in
Wilhelmshaven. Und am 11. Oktober heißt es: „Mit einem Bein
zurück aus Kabul – Wie der Krieg in Afghanistan das Leben
von Tino und Antje Käßner verändert hat.“
(ZZ/lh)www.gfw-lb2.de
Zum Thema
Bei einem Festakt in
den Räumen der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in
Berlin wird die GfW am 27. März mit ihren Funktionsträgern
sowie Gästen aus Politik, Wirtschaft, Streitkräften und
öffentlichem Leben auf 60 Jahre sicherheitspolitische
Öffentlichkeitsarbeit zurückblicken. Die Festansprache hält
Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière.
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