vom 16.07.2011

Neuer Vorsitzender in altbewährtem Team

Oberstleutnant a.D. Walter Laudes steht jetzt der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik vor

Von Norbert Rieger

Der neue Sektionsleiter Dr. Walter Laudes (stehend) mit seinem Führungsteam Wolfgang Müller, Hans Mügge und Rolf Habel (von links) Foto: Norbert Rieger

Lagerlechfeld. Ein Wechsel an der Führungsspitze stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung, welche die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW), Sektion Augsburg-Lechfeld, traditionsgemäß im Offizierscasino der Lechfeldkaserne durchführte. Der bisherige Sektionsleiter, Oberst a. D. Arnulf Richardt, hatte nach vierjähriger Amtszeit seinen Rücktritt erklärt. Zu seinem Nachfolger bestellte die Versammlung Oberstleutnant a. D. Walter Laudes.

Der Balkan hat es ihm angetan

Vor der Wahl seines Nachfolgers informierte Richardt noch über das Ergebnis der Bundesversammlung der GfW in Berlin. Ein großes Problem sei die Überalterung. Bundesweit gebe es über hundert Sektionen, davon 15 in Bayern. Die Sektion Augsburg-Lechfeld sei mit etwa 220 Mitgliedern die stärkste und repräsentiere ein Viertel der Angehörigen in ganz Bayern. Zur Wahl des Sektionsleiters stellte sich nur ein Kandidat, und zwar Oberstleutnant a. D. Walter Laudes. Ihm zur Seite steht weiterhin das bewährte Führungsteam mit Stellvertreter Hans Mügge, Schatzmeister Regierungsamtsrat a. D. Wolfgang Müller und Oberstleutnant a. D. Rolf Habel als Leiter der Geschäftsstelle und zweiter Stellvertreter. Dr. Laudes wurde 1942 in Mainz geboren.

Nach dem Abitur durchlief er seine Ausbildung zum Berufsoffizier in der Luftwaffe zunächst in Fürstenfeldbruck. Zudem absolvierte er ein Studium im Maschinenbau, Fachrichtung Luft- und Raumfahrttechnik, in Neubiberg/München. Danach war er als Luftfahrzeugtechnischer Offizier in Truppen- und Stabsfunktionen sowie im internationalen Rüstungsbereich eingesetzt. Seine letzte Verwendung führte ihn als Leiter der Gruppe für Taktik, Technik und Verfahren an der Technischen Schule der Luftwaffe 1 nach Kaufbeuren. Vor seiner Pensionierung 1998 verbrachte er noch ein Jahr als Verbindungsoffizier des Deutschen SFOR-Kontingents (Stabilization Force) in Bosnien-Herzegowina. Der Balkan hatte es ihm angetan. „Nebenbei“ absolvierte er an der Universität Augsburg ein Magisterstudium in Politikwissenschaft, das er mit der Promotion abschloss. Seine Erfahrungen nutzend, hielt Laudes im Anschluss an die Versammlung einen Vortrag: „Bosnien und Herzegowina – 16 Jahre nach Dayton“.

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