Pressebericht

vom 07.01.2012, S. 10

Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik feiert 60. Geburtstag und setzt auf Bewährtes

Lippstadt. Einen Artikel über die momentane Situation in Afghanistan zu lesen oder dem Vortrag von jemandem zu lauschen, der sich vor Ort ein eigenes Bild machen konnte – das sind zwei Paar Schuhe. Dieser Meinung sind auch Dr. Olav Freund, Sektionsleiter der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) in Lippstadt und Geschäftsführer Dieter Brand. Beide verfolgen für die sicherheitspolitische Bildungsinstitution ein Ziel: „Informieren, lebensnah und aus erster Hand.“ Angedockt an das Bundespresseamt leiste die GfW Öffentlichkeitsarbeit – und das bundesweit, seit insgesamt 60 Jahren, so Freund.

Die Sektion Lippstadt ist zwar nicht seit dem Gründungsjahr der Gesellschaft dabei, aber ihr 50-Jähriges konnten sie schon letzten November im Rathaussaal feiern. Die Richtung, die die Sektion eingeschlagen habe, so Freund, werde auch 2012 beibehalten: „Wir organisieren Vorträge zu Themen, die möglichst viele Leute ansprechen – keine Nischenthemen – und versuchen Referenten zu gewinnen, die Informationen gepaart mit persönliche Erfahrungen in ihre Vorträge präsentieren.“ In diesem Jahr ist beispielsweise ein Reihe zum Thema „Innere Sicherheit“ geplant, erzählt Geschäftsführer Dieter Brand, die im Februar mit einem Vortrag von Polizeidirektor Christian Schmitz beginnt. Der Vortrag soll Aufschluss über Organisation, Aufgaben und Sonderaufgaben, wie Außengrenzkontrollen an Flughäfen, geben. „Das Thema ‚Innere Sicherheit‘ kann man als Softliner und Hardliner betrachten“, sagt Freund. Geplant sei, dass beide Seiten, Befürworter von beispielsweise Vorratsdatenspeicherungen und Kameraüberwachung und Gegner von derartigen Sicherheitsvorkehrungen, zu gleichen Teilen zu Wort kommen sollen. „Ideal Verlaufen würde die Veranstaltung, wenn sich die Zuhörer mit allen Argumenten kritisch auseinandersetzen und bei einer anschließenden Podiumsdiskussion die Vor- und Nachteile besprochen werden können“, erklärt Freund.

Eine Position beziehe die GfW bei diesen Diskussionen und Vorträgen aber nicht, betonte der Sektionsleiter. „Wir versuchen die Veranstaltungen ergebnisoffen zu halten, sodass sich jeder seine Meinung selber bilden kann.“ Außerdem sei der GfW überparteilich ausgerichtet, daher sollten die Referenten auch möglichst neutral berichten, was aber leider nicht immer so klappe, räumt Freund ein.

Gefeiert wird der 60. Geburtstag der GfW in Berlin, am 27. März, zeitgleich mit der jährlichen Bundesversammlung, an der auch Dr. Olav Freund, Dieter Brand und Ingolf Parl, Ehrensektionsleiter GfW-Lippstadt, teilnehmen werden. jdw

      

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