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Pressebericht

vom 22.01.2012, S.
14
Für Frieden,
Freiheit und Sicherheit
Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik blickt auf 60 Jahre
sicherheitspolitische Informations- und Bildungsarbeit zurück
Lippstadt. Die seit
April 2010 von der ehemaligen Verteidigungsausschuss-vorsitzenden des
Deutschen Bundestages Ulrike Merten geführte Gesellschaft für Wehrund
Sicherheitspolitik e.V. (GfW) kann in diesen Tagen auf ihr 60-
jähriges Bestehen zurückblicken.
Am 5. Januar 1952 in München
als Gesellschaft für Wehrkunde gegründet, ist sie die älteste
sicherheitspolitische Bildungsinstitution in der Bundesrepublik. Seit
sechs Jahrzehnten begleitet sie die Sicherheitspolitik Deutschlands
mit ihrer Informationsarbeit zur sicherheitspolitischen
Bewusstseinsbildung der Bevölkerung
und leistet damit einen konstruktiven Beitrag zur Sicherheitsvorsorge
unseres Landes. Auch in Lippstadt ist die GfW mit einer Sektion
vertreten, die im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert
hat.
Den Gründervätern der GfW -
unter ihnen übrigens Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin, einer der
wenigen Überlebenden des Widerstandes gegen Hitler aus dem direkten
Umfeld von Stauffenberg, auch bekannt als Initiator der
Internationalen Münchner Wehrkundetagung, der heutigen Münchner
Sicherheitskonferenz - ging es vor allem darum, den Gedanken der
Wehrbereitschaft in der Gesellschaft zu verbreiten und damit den Weg
der Bundesrepublik in die westliche Staaten- und Wertegemeinschaft
unter Führung der Vereinigten Staaten zu unterstützen.
60 Jahre nach Gründung ist
angesichts andauernder Krisen und Konflikte in der Welt der Bedarf an
sicherheitspolitischer Informations- und Bildungsarbeit zur Aufklärung
und Meinungsbildung der Bevölkerung ungebrochen. Inhaltlich
konzentriert sich die GfW heute vorrangig darauf, die tief greifenden
Veränderungen des internationalen Sicherheitsumfeldes zu vermitteln,
die neuen
Risiken und Bedrohungen in einer sich zunehmend globalisierenden Welt
zu benennen sowie deren Zusammenhänge und Hintergründe zu erhellen.
Angesichts
eines latenten „freundlichen Desinteresses“ der Bevölkerung
Bevölkerung an sicherheitspolitischen Themen, verfolgt sie dabei
weiterhin das Ziel, die öffentliche Debatte über die notwendige
Sicherheits- und Verteidigungspolitik unseres Landes zu fördern sowie
Bürgern und Öffentlichkeit die Notwendigkeit und den Wert von
Sicherheitsvorsorge zur Wahrung unserer freiheitlich demokratischen
Grundordnung heute wie in Zukunft bewusst zu machen. Diese
gesellschaftliche Aufgabe erfüllt die GfW in Zusammenarbeit mit der
Bundeswehr sowie ihren Kooperationspartnern, dem Verband der
Reservisten der Deutschen Bundeswehr, dem Deutschen Bundeswehrverband,
der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik
und der Clausewitz-Gesellschaft. Die GfW verfügt deutschlandweit über
eine Basisorganisation von rund 100 Sektionen. Diese führen auf rein
ehrenamtlicher Basis pro Jahr über 2.000 öffentliche Veranstaltungen
durch.
Die Sektion Lippstadt
vermittelt allen sicherheitspolitisch interessierten Bürgern in
öffentlichen und kostenfreien Vortragsveranstaltungen, Seminaren sowie
Bildungs-
und Informationsfahrten aktuelle sicherheitspolitische Themen
kompetent, anschaulich und nachvollziehbar.
Als besonders günstig für
Öffentlichkeitsarbeit haben sich die Einladungen von Botschaftern aus
Lettland, Litauen, Slowenien, Pakistan, Serbien u.a. erwiesen. Vor dem
Vortrag fand grundsätzlich ein Empfang beim Bürgermeister und eine
Stadtführung statt. Über den Besuch des Botschafters von
Serbien-Montenegro, Milovan Bozinovic, in Lippstadt wurde sogar in
einer Belgrader Tageszeitung berichtet.
Oftmals konnte nach dem
Abendvortrag am nächsten Tag noch ein Vortrag vor Schülern eines
Gymnasiums organisiert werden. Die Vorträge für die Lippstädter
Schüler waren und sind der GfW immer ein besonderes Anliegen. Dass die
Sektion Lippstadt die Nachbundeswehrzeit schadlos überwunden und
gemeistert hat, sagen die folgende Zahlen: 2007 bis 2011 haben rund
3.160 Besucher an 55 Vorträgen und sieben Truppenbesuchen bzw.
Informationsfahrten teilgenommen.
Bei einem repräsentativen
Festakt in den Räumen der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in
Berlin wird die GfW am 27. März 2012 mit ihren Funktionsträgern sowie
Gästen aus Politik, Wirtschaft, Streitkräften und öffentlichem Leben
auf 60 Jahre sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit
zurückblicken. Die Festansprache hält Verteidigungsminister Dr. Thomas
de Maizière. Für die Sektion Lippstadt werden Sektionsleiter Dr. Olav
Freund (Mitte), der Geschäftsführer Dieter Brand (l.) und der
Ehrensektionsleiter Ingolf Parl dabei sein.

Sektionsleiter Dr.
Olav Freund (Mitte), Geschäftsführer Dieter Brand
(l.) und Ehrensektionsleiter Ingold Parl werden an dem Festakt in
Berlin
teilnehmen. |