Nr. 10/2012

Periodischer Beitrag

Bundesgeschäftsstelle

 

UN-Schüler-Planspiel in der Oldenburger Weser-Ems-Halle

700 Schüler üben „Vereinte Nationen“

Foto: GfW-Mitglied Tobias Scholz von der Sektion Oldenburg leitete den Info-Stand. Rechts neben ihm eine interessierte OLMUN-Teilnehmerin

Oldenburg (Oldbg). „OLMUN 2012“ hieß die Veranstaltung, die vom 26. bis 29.06.2012  in der Oldenburger Weser-Ems-Halle stattfand und an der erstmals auch die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V. mit einem Info-Stand beteiligt war.

Die „OLMUN“ (Oldenburg Model United Nations) ist ein viertägiges Schüler-Planspiel, bei dem Konferenzen der Vereinten Nationen (UN) simuliert werden. Die Schüler schlüpfen in die Rolle von UN-Delegierten und haben in der Vollversammlung sowie in Ausschüssen die Interessen des ihnen zugewiesenen Staates zu vertreten.  Dabei geht es um Themen der Weltpolitik, wie Sicherheitspolitik und Menschenrechte. Die Konferenzsprache ist Englisch. Zielsetzung ist es, bei jungen Menschen das Interesse für Politik zu entwickeln und den internationalen Gedankenaustausch zu fördern. Die OLMUN findet seit 2001 jährlich statt. Höchst bemerkenswert ist, dass diese Großveranstaltung vollständig von Schülern vorbereitet und durchgeführt wird. Mit 700 Teilnehmern aus ganz Deutschland, Europa, Amerika und Asien ist die OLMUN das größte UN-Schüler-Planspiel von 40 derartigen Veranstaltungen in Deutschland.

Mit von der Partie war auch Tobias Scholz, Mitglied der GfW-Sektion Oldenburg, als Leiter des Info-Standes. Scholz, selbst Abiturient und derzeit Absolvent eines Freiwilligen Sozialen Jahres, war der richtige Mann, um den OLMUN -Teilnehmern „auf Augenhöhe“ zu begegnen und einem sehr kritischen Publikum am GfW-Info-Stand  Aufgaben und Zielsetzungen unserer sicherheitspolitischen Bildungsinstitution nahezubringen.

„Die Teilnahme an einem solchen Planspiel, selbst unter Inkaufnahme einer Anreise über zum Teil mehrere tausend Kilometer, legen ein überdurchschnittliches Interesse an politischen Themenkomplexen nahe“, so Scholz, „trotzdem sei es keine einfache Aufgabe gewesen, mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.“ Vor allem galt es, Vorbehalte wegen der in den Augen der Jugendlichen allzu militärischen Selbstdarstellung der GfW  abzubauen. Erst nach einer Richtigstellung, dass es sich bei der GfW nicht um eine militärische Organisation handele, sondern um eine unabhängige und überparteiliche Bildungsinstitution, die im kritischen Dialog mit den Bürgern sicherheits- und verteidigungspolitische Themen erörtere, zeigten sich die OLMUN – Teilnehmer gegenüber dem jungen GfW-Vertreter aufgeschlossen und durchaus interessiert. Hierzu Tobias Scholz: “Ich habe in den Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern die Erfahrung gemacht, dass junge Menschen das Thema Sicherheit und Verteidigung äußerst sensibel und differenziert wahrnehmen. So ist einerseits ein reserviertes Verhältnis zu allem Militärischen wie auch zur Bundeswehr festzustellen.  Dennoch habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele Jugendliche sich sehr wohl für Sicherheits- und Verteidigungspolitik interessieren.“

In Bezug auf die Zielsetzung, Bürger und insbesondere auch jüngere Menschen für Politik zu interessieren und somit einer zunehmenden Politikverdrossenheit entschieden entgegenzutreten, besteht zwischen OLMUN und GfW eine deutliche Interessenübereinstimmung. Für die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik war es daher selbstverständlich, dieses vorbildliche jugendliche Engagement auf Anfrage des OLMUN-Generalsekretärs durch Übernahme der Kosten für einen Referenten finanziell zu unterstützen.

Gerne werden wir diese Partnerschaft in den kommenden Jahren fortsetzen.

In eigener redaktioneller Verantwortung

Jürgen Rann

Bundesgeschäftsführer

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