Nr. 04/2013

Periodischer Beitrag

Landesbereich V

Baden - Württemberg

 

Landesbereich

Der Landesbereich Baden-Württemberg hat ein sehr aktives Jahr 2012 erfolgreich abgeschlossen. Höhepunkte auf Landesebene waren zwei sehr gut angenommene Kongresse. Mit unserem französischen Partner CiDAN führen wir jährlich am Sitz des EUROKORPS und mit dessen Unterstützung seit 2009 in Straßburg eine gemeinsame Konferenz im Geiste der deutsch-französischen Freundschaft durch. Die erneut gut besuchte Konferenz fand im März 2012 statt. Rund 200 interessierte Teilnehmer, hochrangige Vertreter des EUROKORPS, an ihrer Spitze die Generale Spindler (Deutschland), Buchsenschmidt (Belgien) und Montenegro (Spanien), Mitglieder von CiDAN und der GfW, aber auch Gäste aus der Schweiz, aus Österreich, Tschechien, Rumänien und Großbritannien füllten den Veranstaltungssaal in der Kaserne Aubert-de-Vincelles bis auf den letzten Platz. Erstmals nahm mit Brigadegeneral Stefan Czmur, dem militärischen Berater der polnischen Ratspräsidentschaft, ein Vertreter Polens als Vortragender teil. Die Absicht der Veranstalter war es, die Konferenz im Sinne des Weimarer Dreiecks zu öffnen.

Ferner ist es gelungen, den Kongress in Baden-Baden als Veranstaltung trotz des Ausscheidens eines Partners zu erhalten. Dies verdanken wir, neben dem Deutschen Bundeswehrverband, der mit uns in Baden-Baden geblieben ist, den neu hinzugekommenen Partnern Deutsche Atlantische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik, Clausewitz - Gesellschaft und Konrad-Adenauer-Stiftung. Der neu organisierte, jetzt eintägige Kongress mit hochkarätigen Vortragenden fand im November 2012 statt und fand sehr guten Anklang sowohl was die neue Form der Organisation betrifft, vor allem aber wegen der Qualität der Information. In der ES&T - Ausgabe Nr. 2/2013 wurde ausführlich über diese Veranstaltung berichtet.

Auf dieser Grundlage werden wir auch im Jahr 2013 die Veranstaltungen mit CiDAN am 16. März in Straßburg und mit den genannten Partnern in Baden-Baden am 09. November weiterführen. Neu hinzukommen wird auf Landesebene ein Kongress am Bodensee, den wir erstmals am 20. April 2013 abhalten werden. Hierzu konnten Partner aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland gewonnen werden. Dieser neue Kongress soll jährlich im Wechsel in den Partnerländern durchgeführt werden mit dem Ziel, die gut nachbarschaftlichen Begegnungen auch auf dem Feld der Sicherheitspolitik zu vertiefen. Natürlich wird diese Arbeit auf Landesebene durch zahlreiche Aktivitäten in den Sektionen regional ergänzt. Wir freuen uns auf die aktive Mitwirkung und die Besuche unserer Mitglieder und sind für Gäste jederzeit offen.

In eigener redaktioneller Verantwortung

Wolfgang Kopp

Landesvorsitzender 

 

Sektion Ostwürttemberg

Sektionsleiter: Gerhard Ziegelbauer

 

Besuch bei der US Army in Vilseck und Grafenwöhr

Die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) Sektion Ostwürttemberg veranstaltete eine Informationsfahrt zur US-Armee in die amerikanischen Kasernen Vilseck und Grafenwöhr. Dabei waren ein Panzergefechtsschiessen sowie eine Luftangriffsübung das Highlight des Besuchs.

Bereits am frühen Morgen des 18. September machte sich ein bis auf den letzten Platz gefüllter Bus auf den Weg. Der Sektionsleiter der GfW, Gerhard Ziegelbauer konnte dabei unter den 64 Teilnehmern neben seinen Mitgliedern auch viele Reservisten begrüßen.

Auf der US-Base Vilseck wurde die Delegation durch den US-amerikanischen Pressesprecher der Basis, Franz Zeilmann empfangen. Das Informationsprogramm begann mit einer Führung durch das Areal der US- Streitkräfte. Dabei tauchten die Besucher ein wenig in eine andere Welt ein. Die Sprache ist Englisch, das Zahlungsmittel Dollar, jedes zweite Auto ein Pick-up und fast jedes Haus schmückt ein Barbecue-Grill. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man fast meinen, man sei nicht in der Oberpfalz, sondern irgendwo in den USA. Die Basis ist alles andere als eine herkömmliche Kaserne, wie wir sie von der Bundeswehr kennen. Vielmehr ist sie eine mittelgroße Stadt, mit Shopping-Mall, Primary-School, Kindergarten, Cinema und allem andere, was man in städtischer Umgebung sonst so finden würde.

Über 22.000 Amerikaner leben in den Kasernen Grafenwöhr und Vilseck und sind damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Nicht nur weil hunderte Deutsche in den Kasernen beschäftigt sind und viele Zulieferbetriebe davon profitieren, sondern auch weil Angehörige des US-Armee und deren Familien monatlich 6 Mio. US-Dollar in Euro tauschen, um außerhalb der Kaserne einkaufen zu gehen oder die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten zu nutzen.

Nächstes Besuchsziel war das 2nd Stryker Cavalry Regiment. Die 1836 gegründete Einheit ist die älteste noch kämpfende Truppe der US Army und war ursprünglich für den Kampf gegen die Indianer gegründet worden. Einen Einblick in die lange Tradition des US-Kavallerie-Regiments vermittelt das historische Museum. Eine beeindruckende Bildergalerie zeigt, in welchen Kriegen und Konflikten die die Soldaten des Regiments seit seiner Gründung kämpften.

 

 Kampffahrzeuge des 2nd Stryker Cavalry Regiment

Nach einer Stärkung in einem der vielen Kantinen ging es zum Übungs- und Gefechtsschiessen. Das Stryker Brigade Combat Team übte mit ihren Radpanzern auf einem Trainingsgelände das Treffen von beweglichen Zielen mit Maschinengewehren und Bordkanonen.  

Neben dem Panzergefechtsschiessen war eine Luftangriffsübung das Highlight der Informationsreise. Zum Einsatz kamen dabei zwei A10-Erdkampfflugzeuge, von ihren Piloten auch „Warzenschwein“ genannt. Aus sicherer Entfernung beobachten die Besucher, wie die Kampfflugzeuge nach riskanten Flugmanövern das MG-Feuer eröffneten, ihre Übungsbomben über dem Zielgebiet abwarfen und diese im Boden einschlugen.

 

Panzergefechtsschießen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr

Nach einer kurzen Stippvisite bei der Bundeswehr, die gerade mit 38 weiteren Nationen in Grafenwöhr eine Kommunikationsübung abhält, ging es mit vielen neuen Eindrücken wieder Richtung Heimat.

Sektionsleiter Gerhard Ziegelbauer erinnerte bei der Rückfahrt an die herausragende Bedeutung des transatlantischen Bündnisses  für unsere Sicherheit und insbesondere auch an die Notwendigkeit einer engen deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit in einer sich rasch wandelnden Zeit mit neuen sicherheitspolitischen Risiken.

In eigener redaktioneller Verantwortung

Thomas Häfele

 

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