Nr. 02/2014

Periodischer Beitrag

Landesbereich VII

Brandenburg - Sachsen - Sachsen-Anhalt - Thüringen

 

Sektion Strausberg / Königs Wusterhausen

Sektionsleiter Oberst a.D. Wolfgang Krieger

Das  Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu und schon wieder heißt es, Fazit über unsere in diesem Jahr geleistete Arbeit zu ziehen.

Die GfW-Sektion Strausberg / Königs Wusterhausen kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.  An 10 öffentlichen Veranstaltungen unserer Sektion in Kooperation mit dem Deutschen Bundeswehrverband haben insgesamt 460 Gäste teilgenommen. Dazu gehören sicherheitspolitische Vorträge, ein Informationsbesuch im Bundesministerium der Gesundheit, der Truppenbesuch beim Fernmeldebereich 610 in Prenzlau sowie der Besuch der Botschaften der Islamischen Republik Afghanistan und der Republik Türkei in der Bundeshauptstadt.

Die durchgeführten Maßnahmen unserer Sektion zeigen, dass diese regelmäßig von einem festen älteren Teilnehmerstamm besucht werden. Diese treuen Mitstreiter sind an unseren sicherheitspolitischen Vorträgen sehr interessiert, um selbst die politischen und militärischen Zusammenhänge richtig zu erkennen und auch in ihrem Umfeld kompetent agieren zu können.

Aber nur mit einer Veranstaltung, am Christlichen Gymnasium Johanneum in Hoyerswerda im Juni 2013  haben wir das erreicht, was wir uns von Anfang an, seit unserer Reaktivierung im Januar 2009, auf unsere Fahnen geheftet hatten. Wir wollten Veranstaltungen organisieren, mit denen wir auch die jungen Menschen an den Schulen und Gymnasien im Einzugsgebiet unserer Sektion erreichen.  

So wie es auch der Bundesminister der Verteidigung  auf dem Festakt  „60 Jahre GfW“ darlegte, dass in Deutschland nur Experten über Sicherheit diskutieren, aber zu wenig davon nach außen dringe. Er warb vor den Funktionsträgern der GfW eindringlich mit den Worten: „Wir müssen raus aus den Vorstandssälen, raus aus den internen Zirkeln, ran an die Menschen“.             

Unser jüngstes Mitglied, Pius Groß aus dem brandenburgischem Spremberg, Schüler der 10. Klasse des Christlichen Gymnasium Johanneum, äußerte schon bei seiner Aufnahme im September 2012 den Wunsch, aktiv an unserer Arbeit teilzunehmen.

So schlug er uns vor, an seiner Schule eine Buchlesung mit dem Afghanistan-Veteran Robert Sedlatzek-Müller zu seinem Buch „Soldatenglück. Mein Leben nach dem Überleben“  durchzuführen. Diesen Vorschlag haben wir wohlwollend aufgegriffen, bekamen wir doch  das erste Mal solch einen Vorschlag aus dem Munde eines sehr jungen Mitglieds, eines Gymnasiasten.

Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten mit Herrn Sedlatzek-Müller und dem Schulleiter des Johanneum, Günter Kiefer, wurde die Lesung dann aber aus  pädagogischen Gründen leider verworfen.

Mit unserem  Landesvorsitzenden, Generalleutnant a.D. Höche, waren wir auf der Landesbereichsversammlung  im April 2013 mit allen Sektionsleitern des Landesbereiches VII der einheitlichen Auffassung, dass eine derartige Veranstaltung auf jeden Fall stattfinden sollte.

Nach Beratung über ein geeignetes Thema hat sich spontan unser Sektionsleiter der Sektion Dresden, Oberstleutnant a.D.d.R.  Lutz Kleintges, bereit erklärt, einen Vortrag über seine Erfahrungen während seines Einsatzes in Afghanistan durchzuführen.                                   

Lutz Kleintges war während seiner Dienstzeit in der Bundeswehr sowohl im Kosovo als auch mehrfach in Afghanistan im Auslandseinsatz.  Er verfügt über entsprechende umfangreiche Erfahrungen und hat dazu schon mehrfach Vorträge an Gymnasien und Hochschulen gehalten. Seine PowerPoint-unterstützten Vorträge sind von hoher Aussagekraft.

Gemeinsam mit der Schulleitung und unserem jungen Mitglied Pius Groß wurde eine neue Konzeption erarbeitet, die sowohl dem Leitbild des Christlichen Gymnasium Johanneum, als auch dem hohen Bildungsniveau der Schüler der 10. und 11. Klassen  entsprach. Geplant wurden insgesamt 3 Veranstaltungen im Verlauf von zwei Tagen zum Thema:   „Afghanistan - Geschichte, Wirtschaft, Politik“

Die  erste Veranstaltung fand am 05. Juni vor Lehrern und Erziehern des Gymnasiums, Gästen aus Politik und Kirche sowie Eltern und Schülern statt.

OTL a.D.d.R.  Lutz Kleintges während seines Vortrags

Der Abend begann mit  einer kurzen Begrüßung der Gäste durch den Schulleiter und einer kurzen Einführung des Leiters der Sektion Strausberg / Königs Wusterhausen  über das Leitbild der GfW und die sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit der Sektion. Den Hauptteil des Abends bestritt jedoch Lutz Kleintges. Die Art seines Vortrages und die emotional wirksamen Bilder seiner Präsentation hinterließen einen nachhaltigen Eindruck bei allen Anwesenden und sorgten anschließend für eine rege Diskussion über den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr.

Die zweite und dritte Veranstaltung wurde am Folgetag vor Schülern der 10. und der 11. Klassen  mit ihren Lehrern durchgeführt.

Bei diesen beiden Veranstaltungen hat sich Kleintges voll auf die Schüler eingestellt. Schon allein sein Auftreten mit einem original landestypischen Umhang und die Begrüßung der Schüler mit einem „Salem Aleikum“ setzten außergewöhnliche Akzente.

Aufmerksame Zuhörer

Ziel seines Vortrages war, den Schülern die Geschichte und  Probleme des Landes nahezubringen sowie den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan auf  sachliche Art und Weise zu erläutern, was ihm wahrlich überzeugend gelang. Neben reiner Vortrag  war neben Informationen auch durch Fragen aufgelockert, die mit einem erstaunlichen Kenntnisstand der Schüler beantwortet wurden. Nicht zuletzt intensivierte die Demonstration einer Burka durch eine Schülerin das Verstehen von Land und Bewohnern Afghanistans.

vlnr.: Gymnasiast Pius Groß, Sektionsleiter Dresden Lutz Kleintges, Sektionsleiter Wolfgang Krieger, Schulleiter Günter Kiefer, GfW-Landesvorsitzender Jürgen Höche

Mit der Vortragsreihe am Johanneum ist uns eine sicherheitspolitische Veranstaltung gelungen, die weit über den Einzugsbereich unserer Sektion hinaus bis nach Sachsen noch lange eine nachhaltige Wirkung haben wird. Am Johanneum besteht jetzt schon der Wunsch, in 2014 eine weitere Vortragsveranstaltung durchzuführen.

Als willkommenen Nebeneffekt dieser Vortragsreihe nahmen wir hoch erfreut die Beitrittserklärung eines Hochschullehrers zur GfW entgegen, verbunden mit einem Angebot, an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus nach dem Vorbild von Hoyerswerda tätig zu werden.

In eigener redaktioneller Verantwortung

O a.D. Wolfgang Krieger

OTL a.D. Helmut Schack

Sektion Strausberg / Königs Wusterhausen

 

Oben                                                                                                                                                                    Zurück

Unsere Partner: