Periodischer ES - Beitrag

Das einzig Beständige ist der Wechsel lautet eine alte militärische Weisheit, die sich auch im Innenleben der GfW täglich bewahrheitet.

Heute ist es mehr als schwierig, geeignete Persönlichkeiten für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen. Deshalb ist es umso erstaunlicher, wenn einem gleich zwei neue Sektionsleiter in den Schoß fallen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und bestehende Sektionen mit neuem Elan weiterzuführen.

Der bisherige Sektionsleiter in Nürnberg, Major der Reserve Werenfried Broja hat sein berufliches Betätigungsfeld örtlich Richtung Veitshöchheim verlagert und konnte durch die räumliche Trennung seine Aufgabe in Nürnberg nicht mehr wahrnehmen.

Der derzeitige Leiter des Kreiswehrersatzamtes Nürnberg, Herr Leitender Regierungsdirektor Gerd Eickmeyer tritt an seine Stelle.

In der Sektion Hof hat Herr Hauptmann a.D. Fritz Metzmacher die Geschicke der GfW in der Hand gehabt – über 28 Jahre lang und schätzt sich glücklich, ohne große Mühe eine Nachfolgerin in der Person von Frau Dipl. pol. (univ.) Mirjam Härtl gefunden zu haben, die zum Jahreswechsel die Leitung der Sektion übernommen hat. Der Landesbereich Bayern ist damit nach Nordrhein-Westfalen der zweite Landesbereich, der über eine Sektionsleiterin verfügt, die sich neben ihrer anspruchsvollen Berufstätigkeit noch für die Themen der Sicherheitspolitik engagiert.

 Ich möchte an dieser Stelle zunächst den bisherigen Sektionsleitern herzlich danken für Ihre jahrzehntelange Arbeit für die GfW in ihren Sektionen sowie ihr aktives Engagement im Rahmen des Landesbereichs Bayern und wünsche ihnen eine erfolgreiche und glückliche Zukunft.

 Die beiden neuen Sektionsleiter heiße ich herzlich willkommen, wünsche ihnen, dass sie sich im Kreise der bayerischen Sektionsleiter wohl und recht bald „heimisch“ fühlen, denn wir sind immer bestrebt, unsere Aufgaben im Team zu erledigen und uns gegenseitig zu unterstützen.

Die beiden „Neuen“ haben heute Gelegenheit, ihre Vorstellungen und Erwartungen an die neue ehrenamtliche Tätigkeit mit einem kleinen Beitrag auszudrücken und sich damit in der GfW bekannt zu machen.

 

Sektion Nürnberg Fürth

Gerd Eickmeyer

Die Sektion Nürnberg-Fürth konnte aufgrund beruflicher Beanspruchung des Sektionsleiters nach einem Wohnortwechsel in den letzten beiden Jahren den Mitgliedern nicht das Gewohnte leisten. Gerne habe ich darum zum 1. Januar dieses Jahres die Leitung der Sektion übernommen.

Die Lage der Sektion ist kurz damit beschrieben, dass der Mitgliederbestand recht lebensalt ist und das Veranstaltungsangebot auch in besseren Jahren nicht mehr so annehmen konnte, wie es wünschenswert gewesen wäre. Die aktiven Teilnehmer an Vorträgen beliefen sich auf fünf bis zehn. Das wurde dadurch kaschiert, dass eine fruchtbare Kooperation mit der Reservistenkameradschaft Nürnberg gepflegt wurde. So konnte der Sektionsleiter es doch noch wagen, auch namhafte Referenten anzusprechen, weil er in jedem Fall ein interessiertes, wenn auch nicht allzu zahlreiches Publikum bieten konnte. Das Interesse der Öffentlichkeit an Bundeswehr und Sicherheitspolitik ist in der einwohnerstarken, andererseits auch ländlich strukturierten Region durchaus vorhanden, muss aber geweckt und gepflegt werden, da die Bundeswehr bis auf den Standort Roth und das Kreiswehrersatzamt nebst Kleindienststellen in Nürnberg nicht mehr vertreten ist. Zur Zeit ist der Kreis der Interessierten dankbar, aber überschaubar.

Mein Ziel  für die Sektion ist es, sie für die noch aktivierbaren Mitglieder wieder interessant zu machen, die Veranstaltungen einem größeren Kreis bekannt und verfügbar zu machen und auf diese Weise neue Mitglieder für eine längerfristige Perspektive der Sektion zu gewinnen. 

Zum Erreichen dieses Zieles kann ich auf Erfahrungen und Ressourcen zurückgreifen, die mir aufgrund meiner Tätigkeit als Leiter des Kreiswehrersatzamtes Nürnberg zur Verfügung stehen. So pflege ich eine fruchtbare Kooperation mit der GfW Ansbach, dem Landeskommando Bayern – Teile Nürnberg, dem Reservistenverband Mittelfranken und dem Jugendoffizier Franken und Oberpfalz. Zweimal im Jahr halten wir die Mittelfränkischen  Sicherheitsgespräche ab, die mit 100 bis 180 Zuhörern von der Zukunft der NATO über Afrika, von verschiedenen Aspekten des Afghanistaneinsatzes bis hin zu den Ausführungen des bayerischen Innenministers Herrmann zum Einsatz der Bundeswehr im Innern ein breites sicherheitspolitisches Spektrum abdecken.

Mit diesen Kontakten, dem Zugriff auf die Gästeliste und eigenen Verbindungen hoffe ich für die Sektion auf eine gute Wahrnehmung im Nürnberger Raum. Der erste Schritt wurde bereits am 24.02.2011 getan. Bei einer Kooperationsveranstaltung mit der RK Nürnberg und dem Kreiswehrersatzamt Nürnberg verfolgten 100 Gäste die Ausführungen von Oberst Klaus-Peter Koschny, Roth, zu seiner jüngsten Verwendung als Militärberater der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Der nächste der vier Vorträge des Jahres wird durch Oberst i.G. Hans-Hermann Paape, BMVg – FüS I 2,  im Mai zur Zukunft der Reserve gehalten. Eine Exkursion zum Bundeswehrdienstleistungszentrum Ingolstadt „Verwaltung und Wirtschaft – kein Widerspruch“ ist geplant für das dritte Quartal.

Mit diesem Mix aus aktuellen Themen rund um die Bundeswehr und solchen, mit denen ein erweiterter, globaler Ansatz gewählt wird, bin ich zuversichtlich, mein Ziel zu erreichen. Mit einem attraktiven Programm für die Mitglieder und Freunde der Sektion wird diese in Nürnberg wieder bekannt und eine lohnenswerte Adresse.

 

Sektion Hof

Bayern ist up to date: Two in One - Frauenpower und zivil-militärische Zusammenarbeit auf Sektionsebene

Mit Beginn des neuen Jahres wurde bei der GfW Bayern in der Sektion Hof gleich zwei zukunftsorientierten Prämissen Folge geleistet: Zum ersten Mal wurde im Landesbereich Bayern nicht nur einer Frau die Leitung einer Sektion anvertraut, sondern noch dazu einer Zivilperson, die allerdings über einen politikwissenschaftlichen Background verfügt. Welche Erwartungen verbinden sich hinter dieser Entscheidung auf Seiten des Landesbereichsvorsitzenden wie auch der neuen Sektionsleiterin in Hof?

An der Spitze des bayerischen Landesbereichs steht mit Herrn Dipl.-Ing. (FH) Hans-Rüdiger Roeske, Oberst a.D., ein sehr fortschrittlicher, zukunftsorientierter Vorsitzender, der frühzeitig erkannt hat, dass gerade angesichts des bevorstehenden Rückzugs der Bundeswehr aus der Fläche die Einbindung ziviler Personen in die Öffentlichkeitsarbeit der GfW einen kompensatorischen Beitrag leisten kann und somit den Stellenwert sicherheitspolitischer Themen im öffentlichen Diskurs weiterhin bewahren und fördern kann.  

Ein zentrales Anliegen der neuen Sektionsleiterin in Hof, Frau Dipl.-Pol. (Univ.) Mirjam Härtl, ist es, dass sicherheitspolitische Themen einer breiten Öffentlichkeit vor Ort verständlich aufbereitet und zugänglich gemacht werden.

Dies bedeutet konkret,  dass das Auditorium die vorgetragene Thematik nachvollziehen und sich dementsprechend auch auseinandersetzen kann.

Ein nahe liegendes Beispiel hierfür ist  das Thema „Energie“,  denn fast jeder hat schon einmal die Erfahrung gemacht, dass die Heizung ausgefallen ist – im Normalfall aus technischen Gründen. Wie sieht es aber aus, wenn aus politischen Gründen der Gas- oder Ölhahn zugedreht wird und man sich nicht darauf verlassen kann, dass der Heizungstechniker das Problem innerhalb der nächsten 1 bis 2 Stunden lösen wird? An diesem Beispiel wird deutlich, dass sich das eigentlich Selbst-verständliche eines warmen Wohnzimmers im Grunde als eine sicherheitspolitische Frage und Herausforderung darstellt! Aus diesem Grund wird der erste Vortrag im Jahr 2011 in der Sektion Hof auch zum Thema „Energiesicherheit für Europa – eine sicherheitspolitische Frage“ stattfinden.

Ein weiteres Augenmerk bei ihrer Arbeit vor Ort möchte die neue Sektionsleiterin auch darauf legen, der Bevölkerung in der Heimat die gefährlichen Einsätze der Bundeswehr im Ausland näher zu bringen; dies wird sicherlich zu der ein oder anderen Diskussion über Sinn und Zweck der Einsätze führen, aber auch Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten generieren.

Ein weiteres zentrales Anliegen der neuen Sektionsleiterin in Hof ist es, nicht nur Mitglieder und Freunde der GfW über aktuelle sicherheits-politische Themen zu informieren. Sie versteht ihren Auftrag noch weiter gefasst, und zwar dahingehend, sicherheitspolitische Prophylaxe zu betreiben und insbesondere Jugendliche im Einzugsbereich ihrer Sektion zu erreichen und  zu bewegen, sich schon frühzeitig mit der Verantwortung für die Sicherung von Frieden und Freiheit auseinanderzusetzen.

Die Vorträge der GfW sollen dabei als Impulsgeber dienen, sich grundsätzlich der Tatsache bewusst zu werden, dass es unsere Demokratie, in der wir leben, nicht zum Nulltarif gibt. Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gilt es stetig zu schützen. Wichtig ist es, dass Bewusstsein der Bevölkerung – ob jung oder alt -  dafür zu schärfen, dass nur eine aufgeklärte und aktive Bürgergesellschaft als solide Basis einer lebendigen Demokratie wirken kann; dies heißt, sich informieren, diskutieren und engagieren. Wichtig ist hierbei deutlich zu machen, dass der Friede auch in unserem Land nicht selbstverständlich ist: Ökonomische Krisen können zu sozialen Demontagen und politischen Katastrophen führen. Insofern sollte das Thema sozialer Friede neben den sicherheitspolitischen Herausforderungen wie Sicherheit der Handelswege, internationaler Terrorismus oder Cyberangriffe im Rahmen der aufklärenden Öffentlichkeitsarbeit der GfW berücksichtigt werden. Soziale Folgeprobleme einer entgrenzten Ökonomie dürfen ebenfalls nicht vernachlässigt werden: Sie bergen eine Gefahr für den Frieden innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschlands. Das Aufgabenspektrum der GfW ist groß – „Dies abzudecken und die GfW als Kommunikationsplattform für die Förderung einer lebendigen Demokratie zu nutzen sind  wir der Sicherung des Friedens und der Freiheit unserer Demokratie schuldig, die laut Verfassung auch eine wehrhafte Demokratie sein soll“.

Gez.

Mirjam Härtl, Dipl. pol. (univ)

 

Vergabe von Bestpreisen an Offizieranwärter

Seit Jahren vergibt der Landesvorsitzende in Bayern Bestpreise an Offizieranwärter im Landesbereich, die sich bei Seminararbeiten auf dem Gebiet Innere Führung/Politische Bildung hervorgetan haben.

Erstmals haben an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck zwei Offizieranwärter des Militärfachlichen Dienstes mit identischen Bewertungen bis zur zweiten Stelle hinter dem Komma (1,16) abgeschlossen und wurden beide mit dem Bestpreis der GfW und einem Ein Jahresabonnement der Fachzeitschrift „Europäische Sicherheit (ES)“ als Stiftung des Mittler Verlages belohnt.

Das Bild zeigt die Preisvergabe an die Oberfähnriche Stephan Witzenhausen und Florian Koschik durch den Landesvorsitzenden in Anwesenheit des Amtschefs Luftwaffenamt, Generalmajor Peter Funk und des Kommandeurs der OSLw, Brigadegeneral Klaus Habersetzer.

 (Foto: OSFw Kistler, OSLw)

In den bayerischen Sektionen werden umfangreiche und interessante Veranstaltungen geboten.

Hinsichtlich unserer Veranstaltungen lohnt sich immer der Blick ins Internet unter www.gfw-bayern.de, wo sich unser Web-Master, Joachim Noehl M.A., bemüht, die Vorhabensplanung des Landesbe­reichs Bayern mit seinen 14 Sektionen nahezu tagesaktuell zu führen.

Hans-Rüdiger Roeske

Oberst a.D.

Vizepräsident und

Landesvorsitzender Bayern

 

Oben                                                                                                                                                                    Zurück

Unsere Partner: