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Die Attachés geben
sich die Klinke in die Hand
VEREINIGUNG Seit
30 Jahren besteht die Sektion der Gesellschaft für Wehr- und
Sicherheitspolitik in der Kreisstadt. Allein zwei Jahrzehnte leitete
Manfred Wistuba die Geschicke. Sein Nachfolger ist Gerd-Heinz
Haverbusch.
von Dorothee Schrötler
KREISSTADT. Die Gesellschaft
für Wehr- und Sicherheitspolitik - das klingt nach einer militärischen
Vereinigung. Ist sie aber nicht. Die GfW umfasst eine große Bandbreite
von Mitgliedern aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten,
Berufs- und Altersgruppen. Sie hat es sich seit ihrer Gründung 1952 –
damals noch als „Gesellschaft für Wehrkunde“ - zur Aufgabe gemacht,
durch ehrenamtliche Öffentlichkeitsarbeit Sicherheitspolitik wieder in
den Fokus der Bevölkerung zu rücken. Und das nicht nur aus nationaler,
sondern globaler Sicht.

Vor genau 30 Jahren hat sich
auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Sektion der GfW gegründet, die
sich dieses Ziel gesetzt hat. Den Schwerpunkt legt die Sektion auf
Vorträge aus dem Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
„Wir wollen sicherheitspolitische Themen in großer Bandbreite und in
enger Anlehnung an die Satzung in die Gesellschaft tragen, informieren
und Denkanstösse geben“, sagt Sektionsleiter Gerd-Heinz Haverbusch. Er
ist Oberst a.D. und übernahm 2004 das Amt von seinem Vorgänger
Oberstleutnant a.D. Manfred Wistuba, der mehr als 20 Jahre die Sektion
geleitet hatte. Die GfW will aber nicht nur über Sicherheits- und
Verteidigungspolitik informieren, sondern auch das Verständnis für die
innere Einheit Deutschlands, die Integration in die Europäische Union,
transatlantische Partnerschaft und die Aufgaben der Vereinten Nationen
fördern und vertiefen. Die Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler, die zum
Landesbereich IV der GfW gehört, der Hessen, Rheinland-Pfalz und das
Saarland umfasst, konnte im Laufe ihres 30-jährigen Bestehens schon
etliche renommierte Redner für ihre Vorträge gewinnen. So sprachen zum
Beispiel der ehemalige NATO-Generalsekretär Joseph Luns, die
ehemaligen Generalinspekteure der Bundeswehr, Ulrich de Maiziére,
Harald Wust und Hartmut Bagger und zahlreiche Verteidigungs- und
Militärattachés aus der ganzen Welt, zum Beispiel aus China,
Großbritannien, Japan, Südafrika vor stets vollbesetzten Reihen. In
diesem Jahr hielten bereits der stellvertretende Vorsitzende des
Verteidigungsausschusses MdB Thomas Kossendey zum Thema Türkei, sowie
der stellvertretende Inspekteur des Sanitätsdienstes Generalstabsarzt
Kurt Bernhard Nakath zum weltweiten Einsatz des Sanitätsdienstes
Vorträge. „Der Besucherzuspruch ist immer recht groß. 2005/2006 kamen
pro Vortrag durchschnittlich 80 Zuhörer“, freut sich Haverbusch. Neben
diesen Veranstaltungen gehören aber auch Truppenbesuche zum Programm
der Sektion, die heute bereits 92 Mitglieder zählt. Im Vorjahr
organisierte sie einen Besuch der Technischen Schule des Heeres (TSH/FSHT)
in Aachen. In diesem Jahr ging es zum Zentrum Innere Führung (ZIF) der
Bundeswehr in Koblenz mit einer anschließenden militärhistorischen
Exkursion auf die Festung Ehrenbreitstein. Die Sektion Bad
Neuenahr-Ahrweiler ist eine von 128, die es in ganz Deutschland gibt.
Die GfW umfasst insgesamt knapp 7500 Mitglieder. Brigadegeneral a.D.
Heinz Meyer rief die Sektion vor 30 Jahren ins Leben. Bereits ein Jahr
nach ihrer Gründung hatte sie 31 Mitglieder. Sektionsleiter Heinz
Meyer folgten Hans Greiner und schließlich Haverbuschs Vorgänger
Manfred Wistuba. Haverbusch stehen Armin Letocha, Volker Iken und
Manfred Wistuba zur Seite. Haverbusch: „Die Teamarbeit des Vorstands
hat sich gut bewährt.“ Stimmt. Und 30 Jahre Arbeit für die
Gesellschaft wurden in dieser Woche damit honoriert, dass zwei Tage
lang bis gestern der Bundesvorstand in der Kreisstadt tagte, natürlich
mit Bürgermeister-Empfang. |