Pressebericht

China auf dem Weg zur Weltmacht

von Norbert Rieger

Lagerlechfeld „China präsentiert sich heute in vielfältigen Identitäten: Es ist sowohl Entwicklungsland als auch Schwellenland, es ist zugleich aber auch auf dem Wege zur Weltmacht.“ Diese Einstufung zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Vortrag zum Thema „Ein chinesisches 21. Jahrhundert?“. Veranstalter war die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik, Sektion Augsburg-Lechfeld.

Professor Dr. Günther Schmid, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung, stellte im Offizierheim der Lechfeldkaserne zunächst heraus, dass die Weltwirtschaftskrise zu einer Weltordnungskrise mutiert sei, die zu einer gravierenden Machtverschiebung geführt habe. Diese verlaufe vor allem von der Alten Welt hin zur Neuen Welt, und hier insbesondere von den USA zu China, das inzwischen über die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt verfüge, direkt hinter den USA.

„Das kommunistische Regime basiert heute auf dem wirtschaftlichen Erfolg. Sollte der einbrechen, so hat die Partei ein Legitimationsproblem“, beschrieb der Referent die Situation. Der Aufstieg verändere aber auch die Gesellschaft. Konsumorientierung mache sich breit. Dabei entwickle sich aber kein staatsbürgerliches Bewusstsein.

Wie sich das Land entwickelt, ob es sich etwa in das internationale Regelwerk einbinden lasse oder zu einer militärischen Bedrohung werde, darüber gab Schmid nur eine vage Beurteilung ab. Denn „eine klare Strategie ist nicht zu erkennen“. Eine klare Perspektive, welche Wege das Land nach dem Machtaufstieg einschlagen werde, sei nicht erkennbar. (nori)

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