Pressebericht

China auf dem Weg zur
Weltmacht
von Norbert Rieger
Professor Dr. Günther Schmid,
Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der
Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung, stellte im
Offizierheim der Lechfeldkaserne zunächst heraus, dass die
Weltwirtschaftskrise zu einer Weltordnungskrise mutiert sei, die zu
einer gravierenden Machtverschiebung geführt habe. Diese verlaufe vor
allem von der Alten Welt hin zur Neuen Welt, und hier insbesondere von
den USA zu China, das inzwischen über die zweitgrößte Volkswirtschaft
der Welt verfüge, direkt hinter den USA.
„Das kommunistische Regime
basiert heute auf dem wirtschaftlichen Erfolg. Sollte der einbrechen,
so hat die Partei ein Legitimationsproblem“, beschrieb der Referent
die Situation. Der Aufstieg verändere aber auch die Gesellschaft.
Konsumorientierung mache sich breit. Dabei entwickle sich aber kein
staatsbürgerliches Bewusstsein.
Wie sich das Land entwickelt,
ob es sich etwa in das internationale Regelwerk einbinden lasse oder
zu einer militärischen Bedrohung werde, darüber gab Schmid nur eine
vage Beurteilung ab. Denn „eine klare Strategie ist nicht zu
erkennen“. Eine klare Perspektive, welche Wege das Land nach dem
Machtaufstieg einschlagen werde, sei nicht erkennbar. (nori)
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