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50 Jahre
Bundeswehr / 50 Jahre in der NATO
- ein treuer
Weggefährte und zuverlässiger Partner-
Die Gesellschaft
für Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. (GfW)
So stand bei der diesjährigen
Bundesversammlung der GfW, die erneut in Berlin, in der
Julius-Leber-Kaserne stattfand, auch die Thematik Bundeswehr/NATO im
Mittelpunkt der Information und Diskussion.
Die Thematik Bundeswehr
besetzten die Referenten Franz H.U. Borkenhagen, Leiter Planungsstab
BMVg und Kpt.z.S. Karl-Gerhard John vom Zentrum für Transformation der
Bundeswehr; General Gerhard W. Back, Befehlshaber Allied Joint Force
Command, Brunssum (NL), referierte über „50 Jahre Mitgliedschaft
Deutschlands in der NATO – Fundament der Transformation der Allianz.“

(Kpt.z.S.
Karl-Gerhard John)
In anschließenden Diskussionen
konnten die ca. 100 Teilnehmer der Bundesversammlung -
Präsidiumsmitglieder, Landesvorsitzende und Sektionsleiter der
bundesweit agierenden Gesellschaft – ihre sicherheitspolitische
Kompetenz unter Beweis stellen.
Nicht von ungefähr hatte
Verteidigungsminister Dr. Peter Struck in der Festschrift zum
50-jährigen Jubiläum in seinem Grußwort herausgestellt, dass die GfW
mit ihren Mitgliedern und Freunden „mit substanzieller außen- und
sicherheitspolitischer Öffentlichkeitsarbeit und einem umfassenden und
kenntnisreichen Dialog über 50 Jahre lang maßgeblich dazu beigetragen
hat, in allen Bereichen der Gesellschaft einen breiten Konsens und
Verständnis für die erweiterte Sicherheit zukunftsorientierter Außen-
und Verteidigungspolitik zu erreichen.“

(Blick ins Plenum)
In ihrem Bericht vor den
Mitgliedern der diesjährigen Bundesversammlung, an der auch der
Ehrenpräsident Dr. Klaus-Dieter Uelhoff und die Vizepräsidentin Ursula
Mogg (MdB) zeitweise teilnahmen, brachte die Präsidentin der GfW, Frau
Claire Marienfeld-Czesla, (Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages
von 1995-2000) auch die Problematik der derzeitigen Informationsarbeit
mit folgenden Worten zur Sprache, indem sie nach Darstellung der
finanziellen Engpässe/zu geringer Mittelzuweisungen des Bundes
ausführte:
„Meine Damen und Herren, trotz
dieser Umstände ist es Ihnen wieder gelungen, Ihren Sektionen
interessante Angebote zu präsentieren. Die Vielfalt der
sicherheitspolitischen Themen kamen zum Einsatz: Ich selbst habe an
zahlreichen Veranstaltungen als Referentin oder als Gast teilgenommen
und konnte mich überzeugen, dass wir mit der Themenauswahl und dem
Angebot auf dem richtigen Wege sind. Hier hebe ich ganz besonders die
beiden Sicherheitspolitischen Kongresse, die in Zusammenarbeit mit dem
Reservistenverband im Landesbereich I und V veranstaltet wurden,
hervor. Solche Veranstaltungen sind eine hervorragende Werbung für
unsere Gesellschaft.
Einzelne Sektionen haben die
Möglichkeit genutzt, über den Transformationsprozess der Bundeswehr zu
informieren. Diese Veränderungen, zu denen auch wir in den nächsten
Stunden näheres hören, sind gravierend. Sie gehen von der aktiven
Truppe bis zu den Reservisten. Sie sollten vor allem nicht nur die
Angehörigen unserer Streitkräfte interessieren, sondern auch den
Bürgern näher gebracht werden. Die Bevölkerung sollte und müsste in
diesen Reformationsprozess stärker eingebunden werden. Ich finde es
gut, dass wir uns dieser Aufklärung und diesem Dialog mit unseren
Mitbürgern verbunden fühlen. Ich bin schon gespannt auf den Vortrag
von Prof. Thießen, auf das, was er uns zu berichten hat zur
„Einstellung der Bevölkerung zur Sicherheits- und
Verteidigungspolitik.“

(Prof. Jörn
Thießen)
Das konnte Sie auch, denn
Prof. Dr. Jörn Thießen, Direktor des Sozialwissenschaftlichen
Instituts der Bundeswehr, konfrontierte das Plenum mit seinen neuesten
Umfrageergebnissen, danach
- nimmt das Gefühl der
Unsicherheit in Deutschland zu
- ist die Bewältigung sozialer
und wirtschaftlicher Probleme im eigenen Land wichtiger als
Verteidigungs- und Sicherheitspolitik
- fühlt sich die
Bevölkerungsmehrheit über die neuen Aufgaben der Bundeswehr nicht
ausreichend informiert
- werden die Einsätze der
Bundeswehr überwiegend positiv bewertet
- ist nur jeder 4.
Bundesbürger für eine Kürzung der Verteidigungsausgaben
- ist jeder 3. junge Mann,
jede 6. junge Frau am Soldatenberuf interessiert
Eine lebhafte, kritische
Diskussion schloss sich diesen mit Überzeugungskraft vorgetragenen
Thesen an.
Ungeachtet dessen konnte der
Geschäftsführer der GfW, OTL a. D. Manfred Wistuba, in seinem
Jahresbericht auf eine beachtliche Bilanz der Aktivitäten hinweisen,
so erreichte die 1952 in München gegründete Gesellschaft im Jahre 2004
mit 95 auf Bundesebene aktiven Sektionen bei ca. 4.900 Veranstaltungen
rund 115.000 Besucher/Teilnehmer im Rahmen von Seminaren/Informations-Tagungen,
Vorträgen und Truppenbesuchen, dabei hatten ca. 2000 Medienberichte
Aktivitäten der GfW zum Inhalt. Mit Stand 31.12.04 hatte die GfW 7.439
Mitglieder mit steigender Tendenz! (Weitere Informationen über die GfW
unter: http:/www.gfw-ev.de)
Verbandsintern sind noch
folgende Informationen/Ergebnisse aus der Bundesversammlung von
Bedeutung: Neben den Bundestagabgeordneten Thomas Kossendey, Ursula
Mogg und Birgit Homburger wurden mit großer Mehrheit zu weiteren
Vizepräsidenten gewählt:
Generalmajor a.D. Dr. hc.
Jörg-Peter Köpke und Oberst a.D. Klaus Suchland.
Für ihren langjährigen
ehrenamtlichen und tatkräftigen Einsatz für die GfW wurden von der
Präsidentin mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet:
Oberst a.D. Klaus Suchland
(Landesvorsitzender LB III)
FKpt.a.D. Max Lübke (
Landesvorsitzender LB I)
Oberst a.D. Reinhart Schotte
(Sektionsleiter Itzehoe)
Dem aus der Geschäftsstelle
der GfW in Bonn ausscheidenden Mitarbeiter, Herrn Rolf Brzobohaty,
wurde ebenfalls die Ehrenmedaille für seine Verdienste um die GfW
verliehen und mit großem Applaus in den „Ruhestand“ verabschiedet.
(Nachfolger: Herr Reiner Wehnes)
Als neue Landesvorsitzende
wurden offiziell begrüßt und vorgestellt:
Landesbereich II : Oberst
a.D. Hans Bösenberg
Landesbereich IV: Brig.Gen.
a.D. Richard Bullheller
Landesbereich V: Oberst d.R,
Dr. Roland Idler
Den ausgeschiedenen
Landesvorsitzenden Herrn Heinz-Werner Theesfeld, Brig.Gen.a.D,
Wolfgang Fischer und Oberst a.D. Nicolaus Schmeja dankte die
Präsidentin noch einmal für deren meist langjährigen Einsatz und
Engagement für die Gesellschaft.
Nicht zuletzt ist noch von
einem humanitären Projekt zu berichten, das im Rahmen der
Bundesversammlung vorgestellt wurde und für das es sich lohnt,
finanzielle Unterstützung zu geben.
So informierte Oberst a.D.
Klaus Suchland über den Verein „Die Bundeswehr hilft Kindern in der
Dritten Welt e.V.“, in dem er selbst ehrenamtlich sehr engagiert ist.
Dieser Verein unterstützt weltweite Projekt der Kinderhilfe und
Kinderfürsorge, denn alle Kinder dieser Welt haben ein Recht auf
Leben, Gesundheit und Ausbildung. In der Informationsbroschüre des
Vereins heißt es weiter:
„Unsere Projekte benötigen
keine kostenintensiven Berater. Durch die Expertise des
Sanitätsdienstes der Bundeswehr, der militärischen Beratergruppen in
Afrika und der Experten zur zivilmilitärischen Zusammenarbeit der
deutschen Einsatzverbände kommen die Spenden ohne Umwege den
Hilfsbedürftigen zu Gute.
Wir benötigen finanzielle
Mittel, um in Afghanistan oder in Afrika neue Projekte, für die
zahlreiche praxiserprobte Ideen und Konzepte vorliegen, auf den Weg zu
bringen.
Wir wollen alle dazu
beitragen, den notleidenden Kindern, die keine Lobby haben, die Chance
für eine bessere Zukunft zu eröffnen.
Der Vorsitzende des Vereins,
der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der
Verteidigung Walter Kolbow (MdB) und sein erster Stellvertreter, der
Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Admiraloberstabsarzt
Dr. Karsten Ocker, bitten deshalb um Ihre Hilfe.
Weitere Informationen unter:
Die Bw hilft Kindern in der Dritten Welt e.V.
BMVg –Postfach 1328, 53003
Bonn (http://www.BwKinderhilfe3teWelt.de)
Bei ihren abschließenden
Bemerkungen zeigte sich die Präsidentin mit dem Verlauf, den
Diskussionen und den Ergebnissen der Bundesversammlung sehr zufrieden.
Sie stellte noch einmal mit einem Dank verbunden an die
Landesvorsitzenden und Sektionsleiter deren Einfallsreichtum und
Engagement heraus, dem es zu verdanken ist, dass auch im letzen Jahr
mit den vorhandenen Möglichkeiten und Mitteln die Zahl der Besucher
bei den Veranstaltungen der GfW gesteigert werden konnte.

(General Gerhard
W. Back)
Ein Höhepunkt der
Bundesversammlung war zweifelsohne die Vortragsveranstaltung mit
General Gerhard w. Back zum Themenkomplex NATO in den gastlichen
Räumlichkeiten der Landesvertretung Sachsen-Anhalt beim Bund, wobei
der Hausherr, Staatssekretär Dr. Michael Schneider in einem
inhaltsreichen Grußwort sowohl die „Erfolgsstory NATO“ wie auch die
Arbeit der GfW würdigte, so das Fazit der Präsidentin, Frau Claire
Marienfeld-Czesla.

(General Gerhard
W. Back, Präsidentin Claire Marienfeld-Czesla und Staatssekretär
Michael Schneider (Landesvertretung Sachsen-Anhalt))
Max Lübke, Fregattenkapitän
a.D. und Pressereferent
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