Bundesversammlung 2005

50 Jahre Bundeswehr / 50 Jahre in der NATO

- ein treuer Weggefährte und zuverlässiger Partner-

Die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. (GfW)

So stand bei der diesjährigen Bundesversammlung der GfW, die erneut in Berlin, in der Julius-Leber-Kaserne stattfand, auch die Thematik Bundeswehr/NATO im Mittelpunkt der Information und Diskussion.

Die Thematik Bundeswehr besetzten die Referenten Franz H.U. Borkenhagen, Leiter Planungsstab BMVg und Kpt.z.S. Karl-Gerhard John vom Zentrum für Transformation der Bundeswehr; General Gerhard W. Back, Befehlshaber Allied Joint Force Command, Brunssum (NL), referierte über „50 Jahre Mitgliedschaft Deutschlands in der NATO – Fundament der Transformation der Allianz.“

(Kpt.z.S. Karl-Gerhard John)

In anschließenden Diskussionen konnten die ca. 100 Teilnehmer der Bundesversammlung - Präsidiumsmitglieder, Landesvorsitzende und Sektionsleiter der bundesweit agierenden Gesellschaft – ihre sicherheitspolitische Kompetenz unter Beweis stellen.

Nicht von ungefähr hatte Verteidigungsminister Dr. Peter Struck in der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum in seinem Grußwort herausgestellt, dass die GfW mit ihren Mitgliedern und Freunden „mit substanzieller außen- und sicherheitspolitischer Öffentlichkeitsarbeit und einem umfassenden und kenntnisreichen Dialog über 50 Jahre lang maßgeblich dazu beigetragen hat, in allen Bereichen der Gesellschaft einen breiten Konsens und Verständnis für die erweiterte Sicherheit zukunftsorientierter Außen- und Verteidigungspolitik zu erreichen.“

(Blick ins Plenum)

In ihrem Bericht vor den Mitgliedern der diesjährigen Bundesversammlung, an der auch der Ehrenpräsident Dr. Klaus-Dieter Uelhoff und die Vizepräsidentin Ursula Mogg (MdB) zeitweise teilnahmen, brachte die Präsidentin der GfW, Frau Claire Marienfeld-Czesla, (Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages von 1995-2000) auch die Problematik der derzeitigen Informationsarbeit mit folgenden Worten zur Sprache, indem sie nach Darstellung der finanziellen Engpässe/zu geringer Mittelzuweisungen des Bundes ausführte:

„Meine Damen und Herren, trotz dieser Umstände ist es Ihnen wieder gelungen, Ihren Sektionen interessante Angebote zu präsentieren. Die Vielfalt der sicherheitspolitischen Themen kamen zum Einsatz: Ich selbst habe an zahlreichen Veranstaltungen als Referentin oder als Gast teilgenommen und konnte mich überzeugen, dass wir mit der Themenauswahl und dem Angebot auf dem richtigen Wege sind. Hier hebe ich ganz besonders die beiden Sicherheitspolitischen Kongresse, die in Zusammenarbeit mit dem Reservistenverband im Landesbereich I und V veranstaltet wurden, hervor. Solche Veranstaltungen sind eine hervorragende Werbung für unsere Gesellschaft.

Einzelne Sektionen haben die Möglichkeit genutzt, über den Transformationsprozess der Bundeswehr zu informieren. Diese Veränderungen, zu denen auch wir in den nächsten Stunden näheres hören, sind gravierend. Sie gehen von der aktiven Truppe bis zu den Reservisten. Sie sollten vor allem nicht nur die Angehörigen unserer Streitkräfte interessieren, sondern auch den Bürgern näher gebracht werden. Die Bevölkerung sollte und müsste in diesen Reformationsprozess stärker eingebunden werden. Ich finde es gut, dass wir uns dieser Aufklärung und diesem Dialog mit unseren Mitbürgern verbunden fühlen. Ich bin schon gespannt auf den Vortrag von Prof. Thießen, auf das, was er uns zu berichten hat zur „Einstellung der Bevölkerung zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik.“

(Prof. Jörn Thießen)

Das konnte Sie auch, denn Prof. Dr. Jörn Thießen, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr, konfrontierte das Plenum mit seinen neuesten Umfrageergebnissen, danach

- nimmt das Gefühl der Unsicherheit in Deutschland zu

- ist die Bewältigung sozialer und wirtschaftlicher Probleme im eigenen Land wichtiger als Verteidigungs- und Sicherheitspolitik

- fühlt sich die Bevölkerungsmehrheit über die neuen Aufgaben der Bundeswehr nicht ausreichend informiert

- werden die Einsätze der Bundeswehr überwiegend positiv bewertet

- ist nur jeder 4. Bundesbürger für eine Kürzung der Verteidigungsausgaben

- ist jeder 3. junge Mann, jede 6. junge Frau am Soldatenberuf interessiert

Eine lebhafte, kritische Diskussion schloss sich diesen mit Überzeugungskraft vorgetragenen Thesen an.

Ungeachtet dessen konnte der Geschäftsführer der GfW, OTL a. D. Manfred Wistuba, in seinem Jahresbericht auf eine beachtliche Bilanz der Aktivitäten hinweisen, so erreichte die 1952 in München gegründete Gesellschaft im Jahre 2004 mit 95 auf Bundesebene aktiven Sektionen bei ca. 4.900 Veranstaltungen rund 115.000 Besucher/Teilnehmer im Rahmen von Seminaren/Informations-Tagungen, Vorträgen und Truppenbesuchen, dabei hatten ca. 2000 Medienberichte Aktivitäten der GfW zum Inhalt. Mit Stand 31.12.04 hatte die GfW 7.439 Mitglieder mit steigender Tendenz! (Weitere Informationen über die GfW unter: http:/www.gfw-ev.de)

Verbandsintern sind noch folgende Informationen/Ergebnisse aus der Bundesversammlung von Bedeutung: Neben den Bundestagabgeordneten Thomas Kossendey, Ursula Mogg und Birgit Homburger wurden mit großer Mehrheit zu weiteren Vizepräsidenten gewählt:

Generalmajor a.D. Dr. hc. Jörg-Peter Köpke und Oberst a.D. Klaus Suchland.

Für ihren langjährigen ehrenamtlichen und tatkräftigen Einsatz für die GfW wurden von der Präsidentin mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet:

Oberst a.D. Klaus Suchland (Landesvorsitzender LB III)

FKpt.a.D. Max Lübke ( Landesvorsitzender LB I)

Oberst a.D. Reinhart Schotte (Sektionsleiter Itzehoe)

Dem aus der Geschäftsstelle der GfW in Bonn ausscheidenden Mitarbeiter, Herrn Rolf Brzobohaty, wurde ebenfalls die Ehrenmedaille für seine Verdienste um die GfW verliehen und mit großem Applaus in den „Ruhestand“ verabschiedet. (Nachfolger: Herr Reiner Wehnes)

Als neue Landesvorsitzende wurden offiziell begrüßt und vorgestellt:

Landesbereich II : Oberst a.D. Hans Bösenberg

Landesbereich IV: Brig.Gen. a.D. Richard Bullheller

Landesbereich V: Oberst d.R, Dr. Roland Idler

Den ausgeschiedenen Landesvorsitzenden Herrn Heinz-Werner Theesfeld, Brig.Gen.a.D, Wolfgang Fischer und Oberst a.D. Nicolaus Schmeja dankte die Präsidentin noch einmal für deren meist langjährigen Einsatz und Engagement für die Gesellschaft.

Nicht zuletzt ist noch von einem humanitären Projekt zu berichten, das im Rahmen der Bundesversammlung vorgestellt wurde und für das es sich lohnt, finanzielle Unterstützung zu geben.

So informierte Oberst a.D. Klaus Suchland über den Verein „Die Bundeswehr hilft Kindern in der Dritten Welt e.V.“, in dem er selbst ehrenamtlich sehr engagiert ist. Dieser Verein unterstützt weltweite Projekt der Kinderhilfe und Kinderfürsorge, denn alle Kinder dieser Welt haben ein Recht auf Leben, Gesundheit und Ausbildung. In der Informationsbroschüre des Vereins heißt es weiter:

„Unsere Projekte benötigen keine kostenintensiven Berater. Durch die Expertise des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, der militärischen Beratergruppen in Afrika und der Experten zur zivilmilitärischen Zusammenarbeit der deutschen Einsatzverbände kommen die Spenden ohne Umwege den Hilfsbedürftigen zu Gute.

Wir benötigen finanzielle Mittel, um in Afghanistan oder in Afrika neue Projekte, für die zahlreiche praxiserprobte Ideen und Konzepte vorliegen, auf den Weg zu bringen.

Wir wollen alle dazu beitragen, den notleidenden Kindern, die keine Lobby haben, die Chance für eine bessere Zukunft zu eröffnen.

Der Vorsitzende des Vereins, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Walter Kolbow (MdB) und sein erster Stellvertreter, der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Admiraloberstabsarzt Dr. Karsten Ocker, bitten deshalb um Ihre Hilfe.

Weitere Informationen unter: Die Bw hilft Kindern in der Dritten Welt e.V.

BMVg –Postfach 1328, 53003 Bonn (http://www.BwKinderhilfe3teWelt.de)

Bei ihren abschließenden Bemerkungen zeigte sich die Präsidentin mit dem Verlauf, den Diskussionen und den Ergebnissen der Bundesversammlung sehr zufrieden. Sie stellte noch einmal mit einem Dank verbunden an die Landesvorsitzenden und Sektionsleiter deren Einfallsreichtum und Engagement heraus, dem es zu verdanken ist, dass auch im letzen Jahr mit den vorhandenen Möglichkeiten und Mitteln die Zahl der Besucher bei den Veranstaltungen der GfW gesteigert werden konnte.

(General Gerhard W. Back)

Ein Höhepunkt der Bundesversammlung war zweifelsohne die Vortragsveranstaltung mit General Gerhard w. Back zum Themenkomplex NATO in den gastlichen Räumlichkeiten der Landesvertretung Sachsen-Anhalt beim Bund, wobei der Hausherr, Staatssekretär Dr. Michael Schneider in einem inhaltsreichen Grußwort sowohl die „Erfolgsstory NATO“ wie auch die Arbeit der GfW würdigte, so das Fazit der Präsidentin, Frau Claire Marienfeld-Czesla.

(General Gerhard W. Back, Präsidentin Claire Marienfeld-Czesla und Staatssekretär Michael Schneider (Landesvertretung Sachsen-Anhalt))

Max Lübke, Fregattenkapitän a.D. und Pressereferent

 

Oben                                                                                                                          Zurück


 

Unsere Partner: