Pressebericht zum Vortrag am 18.06.2013

vom 29.06.2013

Kein klarer Gegner erkennbar

Brigadegeneral Johannes Berger spricht über Sicherheitspolitik

Brigadegeneral Johannes Berger Mitte mit Walter Laudes links und Dietmar Paun von der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik, Sektion Lechfeld.  Foto: GfW 

Lagerlechfeld. Über „Deutschland und seine Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert“ sprach der Kommandeur des neu aufgestellten Landeskommandos Bayern, Brigadegeneral Johann Berger, auf Einladung der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) im Offiziersheim der Lechfeldkaserne.

In seiner Analyse der Risiken des 21. Jahrhunderts führte er globale Risiken wie Klimawandel, Wasserknappheit und Wachstum der Weltbevölkerung, die zunehmende weltweite Gewalt (-bereitschaft) und die Gesellschaftsrisiken auf. Aus diesen drei „Gs“ lasse sich keine unmittelbare Antwort ableiten. Eher erwachse daraus die Frage „Gegen wen und was sollen wir uns aufstellen?“ Ein Gegner sei konkret nicht erkennbar.

Berger skizzierte eine demografische Dreiteilung der Welt. Die so genannte „erste Welt“, in der auch wir Deutschen leben, gilt als reich, jedoch schrumpfe die Bevölkerung. Die „zweite Welt“ ist wirtschaftlich prosperierend und von der Bevölkerung eher wachsend. Schließlich gebe es noch die „dritte Welt“, die demografisch rasant wachse, jedoch im gleichen Tempo verarme – und auf Dauer der sicherheitspolitische Risikofaktor Nummer Eins bleibe.

Berger skizzierte die wesentlichen Punkte aus den Verteidigungspolitischen Richtlinien von 2011. Demnach müsse die Bundeswehr die Sicherheit der Bürger Deutschlands sowie die territoriale Integrität und Souveränität Deutschlands und die seiner Verbündeten gewährleisten und internationale Verantwortung wahrnehmen. So war der Einsatz in Afghanistan für die Bundeswehr eine völlig neue Herausforderung.

Aber auch der Einsatz der Bundeswehr im Innern, wie kürzlich im Katastrophenschutz bei Hochwasser, bringe neue Herausforderungen. Gerade in seiner Position als Kommandeur des neu aufgestellten Landeskommandos Bayern war General Berger beim Katastrophenschutz im Überschwemmungsgebiet bei Deggendorf an der Donau direkt mit eingebunden. Berger kam zum Ausklang auch auf die Innere Führung zu sprechen und betonte: Soldaten und die Streitkräfte seien kein einfach verschieb- und auswechselbares technologisches Produkt, sondern Menschen mit einem lebenden Organismus und einer Seele. (SZ)

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