Zehn Jahre nach dem 11. September

Prof. Dr. Günther Schmid über Terrorismus –

und stellte fest, die Lage habe sich entspannt

Professor Dr. Günther Schmid (links) referierte in der Lechfeldkaserne.

Unser Bild zeigt ihn mit dem Sektionsleiter der GfW, Dr. Walter Laudes. Foto: Foto: Norbert Rieger

Lagerlechfeld. „Die Aufgabe der internationalen Sicherheitspolitik hat einen Paradigmenwechsel erfahren: Der Staat kann für seine Bevölkerung keine Sicherheit mehr gewährleisten, er kann lediglich Schaden begrenzen. Der Schwerpunkt liegt auf Prävention.“ Diese neue Definition von Sicherheitspolitik begründete Prof. Dr. Günther Schmid bei einem Vortrag, zu der die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW), Sektion Augsburg-Lechfeld, eingeladen hatte.

Der Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der Fachhochschule der Bundesrepublik für öffentliche Verwaltung referierte vor vollem Haus zum Thema: „Transnationaler Terrorismus – zehn Jahre nach dem 11. September 2001.“

Der Experte sieht eine Entspannung der Lage

Auf die Gefahr für den Westen durch den Terrorismus eingehend, attestierte der Referent mit einer Entspannung der Lage. Der nach dem 11. September angekündigte „Kampf der Kulturen“ habe nicht stattgefunden, die von Al Kaida angestrebte Massenbewegung gegen den „Satan westliche Welt“ sei nur noch ein Mythos, sagte er.

Der von Islamisten propagierte weltweite Dschihad habe keine Attraktivität mehr, meinte Schmid. „Al Kaida hat keine zusammenhängende Organisationsstruktur mehr. Auch die Führung ist entsprechend geschwächt.“ Die Zersplitterung in regionale Untergruppierungen ohne globale Ziele schreite weiterhin voran. „Westliche Länder sind keine primären Ziele mehr“, beurteilte Professor Schmid die derzeitige Situation. (nori)

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