50 Jahre GfW-Sektion Lippstadt

 

vom 01.12.2011

Heute weniger militärisch

Blickten auf 50 bewegte Jahre zurück: (v. l.) Bürgermeister Christof Sommer, GfW-Präsidentin Ulrike Merten, Sektionsleiter Dr. Olav Freund, Ehrensektionsleiter Ingolf Parl, Sektionsleiter im Landesverband Martin Gerdes und der Geschäftsführer der Sektion Lippstadt, Dieter Brand. 

Foto: Maschajechi

Lippstadt. Seit bald 60 Jahren hat es sich die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) auf Bundesebene zur Aufgabe gemacht, über sicherheitspolitische Themen zu informieren und die Verteidigungspolitik ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Als eine der ersten wurde im Jahr 1961 die Lippstädter Sektion der Gesellschaft ins Leben gerufen, deren 50-jähriges Bestehen nun im Rathaus gefeiert wurde.

„50 Jahre GfW Sektion Lippstadt ist ein guter Grund zu feiern“, begrüßte Sektionsleiter Dr. Olav Freund die Festgäste.

Bürgermeister Christof Sommer gratulierte den Mitgliedern. „Es freut uns sehr, dass sie aktiv sind“, so Sommer. Die GfW trete für den Frieden und die transatlantische Partnerschaft ein und setze ihre Ziele durch Öffentlichkeitsarbeit und Vortragsveranstaltungen um. Leider sei Lippstadt keine Garnisonsstadt mehr, doch werde dank der GfW die Tradition fortgesetzt.

Ehrensektionsleiter Ingolf Parl dankte der Stadt und dem Bürgermeister, dann ließ er die Jahre Revue passieren. Damals sei es noch militärisch zugegangen“, so Parl. Heute stelle sich die GfW anders dar.

GfW-Präsidentin Ulrike Merten überbrachte ebenfalls ihre Glückwünsche. In einem kurzen Vortrag beschrieb sie die sich verändernden Herausforderungen für die Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert. Die Bedrohungslage sei heute, anders als während des kalten Krieges, „diffus“. Nicht zuletzt durch neue regionale Mächte hätten sich die Gewichte verschoben und neue Bedrohungen wie der Klimawandel seien hinzu gekommen. „Wir stehen vor neuen Herausforderungen“. Diese lägen heute nicht mehr in der Stärke, sondern in der Schwäche von Staaten. Darum müsse man um Sicherheit für Deutschland zu gewährleisten, die Auswirkungen von Krisen „auf Distanz“ halten und Konflikte befrieden, ehe sie zu uns kämen.

Die militärische Verantwortung Deutschlands werde, gemessen an seiner Wirtschaftskraft, noch weiter wachsen. Konflikte zu bekämpfen gehöre zu den legitimen - durchaus auch wirtschaftlichen - Interessen Deutschlands. „Klar geht es um Menschenrechte und Demokratie, aber wirtschaftliche Interessen gehören auch dazu“.   gm

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