Landesbereich IV
- Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland -
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Ansprechpartner: Landesvorsitzender IV Richard Bulheller, BrigGen a.D. Wilkensstrasse 39 53913 Swisttal Tel.: 02255 / 4258 (privat) Homepage: http://www.gfw-lb4.de |
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Der Landesbereich Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland ist einer von sieben in der Gesellschaft. Seine Entstehung beruht auf dem Beschluss des Vorstandes im Jahr 1958, für die Länder, analog zur alten Gliederung der Wehrbereiche der Bundeswehr, Landesbeauftragte zu benennen, die seit 1965 mit Änderung der Satzung von den Landesbereichsversammlungen gewählte Mitglieder des Vorstandes sind und nach erneuter Satzungsänderung im Jahr 1994 nun Landesvorsitzende heißen. Mit dieser Strukturänderung wollte der Vorstand der Gesellschaft die Sektionen aus größerer Nähe und in einer überschaubaren Zahl besser betreuen, als es vorher vom Vorstand aus direkt möglich war.
Die Ziele der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik werden durch die in den Sektionen geleistete Öffentlichkeitsarbeit verwirklicht. Im Mittelpunkt stehen daher die Sektionsleiter und ihre Helfer, sie sind die Hauptpersonen und Träger der Arbeit. Zum Landesbereich gehören heute 21 Sektionen; 11 in Hessen, 9 in Rheinland-Pfalz und eine im Saarland. Von den 21 Sektionen sind 20 unterschiedlich aktiv und bieten im Jahr 2 bis 12 Veranstaltungen (Seminare, Vorträge, Truppenbesuche, Informationsreisen) an. Die ältesten Sektionen, die seit den 50er-Jahren, meist ohne Unterbrechung bestehen, sind : Kassel, Darmstadt, Trier, Kaiserslautern, Gießen und "Saar".
In den 60/70er-Jahren folgten: Montabaur/Westerwald, Neustadt/Weinstraße, Wiesbaden, Wetzlar, Koblenz, Marburg, Frankfurt, Idar-Oberstein, Fulda, Bad Neuenahr-Ahrweiler; einschließlich in den 80er-Jahren: Fritzlar, Zweibrücken, Landau, Waldeck-Frankenberg. Die jüngste Sektion ist seit 1993 Wolfhagen-Hofgeismar. Im Laufe der fünf Jahrzehnte gab es in vielen Städten des Landesbereiches Sektionen, die gegründet wurden, dann aber wieder aufgelöst oder zusammengelegt werden mussten. Die Abgänge der Sektionsleiter lagen im Alter, Krankheit, Berufsbelastung oder Wegzug begründet. Dieses Problem der Erhaltung bestehender Sektionen besteht auch gegenwärtig immer wieder.
Die Landesbereiche und die Sektionen sind in ihrer Struktur, Zusammensetzung und Tätigkeit grundverschieden. Das liegt im wesentlichen an deren Entstehung, im Werdegang und der Art der ehrenamtlichen Betätigung der Verantwortungsträger. Wie in allen Bereichen der Bürgergesellschaft ist es äußerst schwierig, Bürger für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen.
Die Leistungsbilanz des Landesbereiches ist über fünf Jahrzehnte hinweg beeindruckend und kann sich allemal im Vergleich mit anderen Organisationen durchaus messen lassen. Die Geschäftsstelle der Gesellschaft wertet seit Jahrzehnten die Tätigkeitsberichte der Sektionen aus und veröffentlicht intern und dem Bundespresseamt als Zuwender öffentlicher Mittel gegenüber die Ergebnisse. Von Beginn an bis in die Gegenwart kann daher der Landesbereich auf belegbare Erfolge zurückblicken. Im letzten Jahrzehnt haben die Sektionen des Landesbereiches im Durchschnitt jährlich 238 Veranstaltungen (Seminare, Vorträge, Truppenbesuche, Informationsreisen) angeboten, die von über 22.000 Besuchern im Durchschnitt wahrgenommen wurden. Der Mitgliederbestand erhöhte sich von 1.269 im Jahr 1990 auf 2.347 im Jahr 2004, was eine Steigerung um 85% erbrachte.
Hier muss besonders erwähnt werden, dass die Sektion Fritzlar seit 1983 die stärkste Sektion der Gesellschaft ist und heute über 900 Mitglieder hat.
Der Landesbereich und die Sektionen haben ihre Tätigkeit über die Jahrzehnte immer wieder den Änderungen der Wehr- und Sicherheitspolitik angepasst. Standen in den 50er-Jahren und in der ersten Hälfte der 60er-Jahre die Information und Aufklärung über eine notwendige Verteidigungsbereitschaft im Vordergrund, so war es ab der Mitte der 60er-Jahre vor allem die Zusammenarbeit mit den Lehrern und Schülern, die so genannte Pädagogenarbeit bis zur politischen Wende und Wiedervereinigung. Nach der Wende trat mehr und mehr die Information über die Innere Sicherheit hervor, weil die unmittelbare Bedrohung durch den Warschauer Pakt weggefallen war. Mit der Verringerung der Streitkräfte im letzten Jahrzehnt wurden im Landesbereich zahlreiche Standorte der Bundeswehr aufgelöst.
Das Interesse und der Informationsbedarf haben in den letzten Jahren durch den Wandel in der Außen- und Sicherheitspolitik stetig wieder zugenommen, nachdem die große Friedenseuphorie zu Beginn der 90er-Jahre der politischen Wirklichkeit gewichen ist. Der 11.September 2001 scheint bei richtiger Themenwahl erneut einen Informationsbedarf bewirkt zu haben. Zweck und Ziele der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik bleiben offensichtlich auch in der Zukunft dieselben wie bisher. Von daher wird der Landesbereich Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit seinen Sektionen weiterhin an der erfolgreichen Tätigkeit der Gesellschaft beteiligt bleiben.
Richard Bulheller, Brigadegeneral a.D.
Landesvorsitzender IV